{"id":3373,"date":"2016-03-22T18:58:02","date_gmt":"2016-03-22T17:58:02","guid":{"rendered":"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/?page_id=3373"},"modified":"2016-03-24T10:14:23","modified_gmt":"2016-03-24T09:14:23","slug":"heiligwasser","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/heimat\/heiligwasser\/","title":{"rendered":"Heiligwasser"},"content":{"rendered":"<h2>Sage \u00b4DAS HEILIGE WASSER\u00b4<\/h2>\n<p>Zwei Hirtenknaben weideten am n\u00f6rdlichen Abhange des Patscherkofels ihre K\u00fche (man z\u00e4hlte 1606 nach Christus); da giengen ihnen sechs St\u00fcck verloren, und sie konnten dieselben ungeachtet alles Suchens nicht mehr finden. Die bek\u00fcmmerten Knaben beteten in solcher Noth aus tiefem Herzensgrunde zur Himmelsk\u00f6nigin Maria, und diese erschien ihnen in einem \u00fcberirdischen Lichtglanze und zeigte mit ihrer Rechten auf einen hohen Gebirgspunkt, wo die vermi\u00dften K\u00fche weideten und vom Abendsonnenscheine hell beleuchtet zu sehen waren. Die begnadigten Hirten wu\u00dften nicht, wie ihnen geschah; sie fielen auf ihre Knie nieder und dankten. Als sie sich aber von ihrem Staunen erholt hatten, war die himmlische Erscheinung verschwunden. Beide versicherten, deutlich die Worte vernommen zu haben: &#8222;Hier bauet mir zu Ehren eine Kapelle !&#8220; und sie fanden an dieser geheiligten Gebirgsstelle eine ungew\u00f6hnlich frische Quelle, die fr\u00fcher nicht da war.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3677\" aria-describedby=\"caption-attachment-3677\" style=\"width: 395px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3677\" src=\"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2016\/03\/heiligwasser_19201.jpg\" alt=\"Heiligwasser um 1920 bei Igls\" width=\"395\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2016\/03\/heiligwasser_19201.jpg 395w, https:\/\/viv.tirol\/skiv\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2016\/03\/heiligwasser_19201-300x162.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3677\" class=\"wp-caption-text\">Heiligwasser um 1920 bei Igls<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sie kehrten sodann mit ihren K\u00fchen in die Heimat zur\u00fcck, machten aber von allem, was sie gesehen und geh\u00f6rt, durch viele Jahre nichts kundbar. Indessen verf\u00fcgte sich doch der eine von ihnen, der die gehabte Erscheinung im Igelser Walde nie vergessen konnte, \u00f6fter an jene St\u00e4tte und nahm einmal auch das f\u00fcnfj\u00e4hrige Kn\u00e4blein seines Nachbars, welches von Geburt stumm war, mit sich. Nun erfolgte an dem Gnadenorte ein neues Wunder: das Kn\u00e4blein konnte reden, als h\u00e4tte ihm die Sprache nie gefehlt. Solches ereignete sich im Jahre 1651. Jetzt verk\u00fcndete er das Geschehene und auch die fr\u00fchere Erscheinung. Er fand Glauben, und noch in demselben Jahre entstand durch Beitr\u00e4ge frommer Gemeindsleute und durch Opfer von Ausw\u00e4rtigen bei dem heiligen Wasser eine Kapelle und eine Wallfahrt.<\/p>\n<p><em>Quelle: Sagen aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz V. Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 257, Seite 157<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sage \u00b4DAS HEILIGE WASSER\u00b4 Zwei Hirtenknaben weideten am n\u00f6rdlichen Abhange des Patscherkofels ihre K\u00fche (man z\u00e4hlte 1606 nach Christus); da giengen ihnen sechs St\u00fcck verloren, und sie konnten dieselben ungeachtet alles Suchens nicht mehr finden. 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