{"id":3371,"date":"2016-03-22T18:57:47","date_gmt":"2016-03-22T17:57:47","guid":{"rendered":"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/?page_id=3371"},"modified":"2016-07-06T14:38:42","modified_gmt":"2016-07-06T12:38:42","slug":"pfarre-igls-und-vill","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/heimat\/pfarre-igls-und-vill\/","title":{"rendered":"Pfarre Igls und Vill"},"content":{"rendered":"<h2>Pfarre Igls und Vill:<\/h2>\n<h3>Pfarrkirche zum Hl. \u00c4gidius Igls<\/h3>\n<figure id=\"attachment_3675\" aria-describedby=\"caption-attachment-3675\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3675\" src=\"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2016\/03\/kirche_igls_kl.jpg\" alt=\"Kirche Igls\" width=\"150\" height=\"243\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3675\" class=\"wp-caption-text\">Kirche Igls<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ort und Pfarre:<\/strong><br \/>\nObwohl urkundlich erstmals im Jahre 1273 erw\u00e4hnt, war Igls schon seit der V\u00f6lkerwanderungszeit besiedelt. Der Ortsname d\u00fcrfte vorr\u00f6mischen, bzw. illyrischen Ursprunges sein. Seit dem sp\u00e4ten 19. Jahrhundert hat sich Igls zu einem beliebten Sommerfrische- und Luftkurort entwickelt, dessen Villen- und Hotelarchitektur neben der noch vorhandenen b\u00e4uerlichen Bausubstanz das Ortsbild pr\u00e4gt. Inmitten des Dorfes erhebt sich die vom Friedhof umgebene Pfarrkirche.<\/p>\n<p>Die alte Pfarre Patsch, der Igls und Vill urspr\u00fcnglich angeh\u00f6rten, wurde 1259 dem Pr\u00e4monstratenser-Chorherrenstift Wilten inkorporiert. Vom Stift aus erfolgt seither die seelsorgliche Betreuung beider Orte, die 1808 zun\u00e4chst zu einer Kuratie zusammengefa\u00dft und 1891 schlie\u00dflich zur gemeinsamen Pfarre Igls mit Vill erhoben wurden.<\/p>\n<p><strong>Baugeschichte:<\/strong><br \/>\nBereits seit mehr als 700 Jahren gibt es in Igls eine Kirche. Es war zun\u00e4chst ein romanisches Kirchlein, das 1286 erstmals genannt wird und damals neben dem Hl. \u00c4gidius, bis heute Hauptpatron der Kirche, auch noch dem Hl. Alto geweiht war &#8211; dies k\u00f6nnte auf die Verbindung zu einem bayerischen Kloster hindeuten.<\/p>\n<p>In der 2. H\u00e4lfte des 15. Jahrhunderts erfolgte ein sp\u00e4tgotischer Umbau, der das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild trotz sp\u00e4terer An- und Umbauten bis heute pr\u00e4gt. Die Weihe dieser Kirche, nun ausschlie\u00dflich zu Ehren des Hl. \u00c4gidius, erfolgte am 13. November 1479 durch den damaligen Weihbischof von Brixen. An diese Bauphase erinnern heute auch noch das sp\u00e4tgotische Kreuzigungsfresko in der Totenkapelle und das Sakristeiportal an der Chorwand im Innern der Pfarrkirche.<\/p>\n<p>Seine heutige Gestalt verdankt insbesondere der Innenraum der barocken Umgestaltung der Jahre 1700 bis 1705. Damals wurde das sp\u00e4tmittelalterliche Kirchenschiff abgetragen und in der heutigen Form neu aufgebaut. Diese erweiterte Kirche weihte am 25. Mai 1705 der Brixener F\u00fcrstbischof zu Ehren des Hl. \u00c4gidius und der Vierzehn Nothelfer. In der 2. H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts erhielt die Kirche die im wesentlichen noch heute bestehende Inneneinrichtung und Freskierung.<\/p>\n<p>1883 wurde dann zu einem Schicksalsjahr f\u00fcr die Igler Kirche. Ein Gro\u00dfbrand im Dorf verschonte auch das Gotteshaus nicht: Der Kirchturm brannte bis zur Glockenstube ab. Die Glocken und das Kirchendach wurden vernichtet. Die Sch\u00e4den im Kircheninneren hielten sich gl\u00fccklicherweise in Grenzen, nur die Kanzel verbrannte vollst\u00e4ndig. Nach dem Brand entstand der jetzige Turm mit seinem hohen, ein wenig bizarr wirkenden Pyramidenhelm.<\/p>\n<p>Damals waren auch die verru\u00dften Deckenbilder &#8211; mit Ausnahme des Langhausfreskos &#8211; \u00fcbert\u00fcncht und die Innenausstattung schlie\u00dflich im Nazarenerstil ver\u00e4ndert worden. Erst im Zuge der gr\u00fcndlichen Renovierung der Jahre 1960 &#8211; 1968 konnte das Kircheninnere auf den Zustand von 1777 zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Im Jahr 1993 folgte dann eine neuerliche Innenrenovierung (Reinigung der Raumschale und der Einrichtung), wobei versucht wurde, der urspr\u00fcnglichen Farbgebung der W\u00e4nde m\u00f6glichst nahe zu kommen. Die j\u00fcngste Au\u00dfenrenovierung wurde 1998 abgeschlossen. Bei der Wahl der Farbgebung der Fassade entschied man sich nach genauer Befundung (u.a. bestand urspr\u00fcnglich eine Eckquaderung aus der Zeit um 1700 &#8211; 1705) f\u00fcr die chronologisch vierte, historische Fassung von 1863 (wei\u00df und k\u00fchles Gelb).<\/p>\n<p>Nach dem Brand von 1883 wurden im Lauf der Zeit neue Glocken angeschafft, von denen ein Teil im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden mu\u00dfte. Heute h\u00e4ngen im Turm drei im Jahr 1947 von der Fa. Grassmayr gegossene Glocken sowie das nach 1883 aus der Viller Kirche \u00fcbernommene &#8222;Sterbegl\u00f6ckl&#8220; aus dem Jahr 1695.<\/p>\n<h3>Pfarrkirche zum Hl. Martin in Vill<\/h3>\n<p><strong>Zur Ortsgeschichte:<\/strong><br \/>\nVorgeschichtliche Ausgrabungen sowie Funde aus der La-Th\u00e8ne- bis R\u00f6merzeit belegen eine fr\u00fche Siedlungst\u00e4tigkeit im Bereich des urkundlich erstmals im 13. Jahrhundert &#8211; um 1220 sowie 1251 &#8211; erw\u00e4hnten Dorfes (&#8222;via ad villam Villae&#8220;). Der Ortsname d\u00fcrfte romanischen Ursprungs sein. Von den drei im Mittelalter bestehenden Wohn- und Wehrt\u00fcrmen, darunter die Burg Stra\u00dffried, ist heute nichts mehr erhalten. Ebenfalls in adeligem Besitz befanden sich die beiden schon im 15. bzw. 16. Jahrhundert erw\u00e4hnten ehemaligen Vogelh\u00fctten, die heutige Poltenh\u00fctte und der Grillhof (heute Bildungshaus).<\/p>\n<p><strong>Baugeschichte der Pfarrkirche:<\/strong><br \/>\nDie fr\u00fcheste Erw\u00e4hnung einer Kirche in Vill stammt aus dem Jahr 1397. \u00dcber die Existenz etwaiger Vorg\u00e4ngerbauten l\u00e4\u00dft sich nichts Genaues sagen. Dem gotischen Baubestand geh\u00f6ren der bestehende Turm, der dreiseitig geschlossene Chor und das gekehlte, spitzbogige Westportal an. Diesem wurde im 17. Jahrhundert der schindelgedeckte S\u00e4ulenportikus vorgesetzt. Im Inneren konnte 1972 links oben neben dem Hochaltar ein sp\u00e4tgotisches Fresko des Hl. Martin zu Pferde freigelegt werden, das man mit R\u00fccksicht auf ein einheitliches Erscheinungsbild wieder \u00fcbert\u00fcncht hat.<\/p>\n<p>Dieser in der L\u00e4ngenausdehnung der heutigen Kirche entsprechende Bau wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Sinne eines sp\u00e4tbarocken Zentralraumes umgebaut. Gleichzeitig erfolgte die Stuckierung und Ausmalung mit Fresken. Die Weihe nahm der Brixener Bischof am 10. September 1792 vor.<\/p>\n<p>Eine im 19. Jahrhundert angebrachte erg\u00e4nzende ornamentale Malerei im Inneren wurde bei der letzten umfassenden Innenrenovierung in den Jahren 1971 bis 1982 wieder entfernt mit dem Ziel einer weitgehenden Wiederherstellung des sp\u00e4tbarocken Zustandes. Der Turm wurde 1991 au\u00dfen restauriert. Dabei brachte man die aus dem 17. Jahrhundert stammende gemalte Eckquaderung wieder an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfarre Igls und Vill: Pfarrkirche zum Hl. \u00c4gidius Igls Ort und Pfarre: Obwohl urkundlich erstmals im Jahre 1273 erw\u00e4hnt, war Igls schon seit der V\u00f6lkerwanderungszeit besiedelt. Der Ortsname d\u00fcrfte vorr\u00f6mischen, bzw. illyrischen Ursprunges sein. Seit dem sp\u00e4ten 19. 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