{"id":3338,"date":"2016-03-22T18:52:14","date_gmt":"2016-03-22T17:52:14","guid":{"rendered":"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/?page_id=3338"},"modified":"2016-03-22T21:13:29","modified_gmt":"2016-03-22T20:13:29","slug":"der-saebel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/schuetzen\/der-saebel\/","title":{"rendered":"Der S\u00e4bel"},"content":{"rendered":"<h2>Der S\u00e4bel und seine Entstehung<\/h2>\n<figure id=\"attachment_3533\" aria-describedby=\"caption-attachment-3533\" style=\"width: 144px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3533\" src=\"https:\/\/viv.tirol\/skiv\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2016\/03\/saebel_klein.jpg\" alt=\"Der S\u00e4bel\" width=\"144\" height=\"216\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3533\" class=\"wp-caption-text\"><b>Der S\u00e4bel<\/b><\/figcaption><\/figure>\n<p>Der S\u00e4bel &#8211; zur Gruppe der Hieb\u2013 und Stichwaffen geh\u00f6rend \u2013 ist eine seit dem 15. Jahrhundert in Europa gebr\u00e4uchliche Blankwaffe. Urspr\u00fcnglich wurde er als Hiebmesser bezeichnet, sp\u00e4ter setzte sich die aus Frankreich stammende Bezeichnung &#8222;S\u00e4bel&#8220; allgemein durch.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst war der europ\u00e4ische S\u00e4bel vor allem eine Waffe des B\u00fcrgertums, die sp\u00e4ter auch vom Adel \u00fcbernommen wurde. Als Vorl\u00e4ufer des europ\u00e4ischen S\u00e4beltyps kann der vom Schwert abstammende Pallasch bezeichnet werden. Dieser weist &#8211; wie der S\u00e4bel &#8211; eine einschneidige Klinge auf. Pallasche wurden vorzugsweise bei der &#8222;Schweren Reiterei&#8220; verwendet. Die Vorl\u00e4ufer des heutigen europ\u00e4ischen S\u00e4beltyps stammen aus dem Orient. Es sind dies der persische &#8222;Shamshir&#8220; (L\u00f6wenschweif) sowie der t\u00fcrkische &#8222;Kilij&#8220; (sprich Kilidsch). Was diese S\u00e4beltypen gemeinsam haben ist ihre charakteristische gebogene Klinge. Die Griffst\u00fccke enden in einem stark nach vorne gebogenen Knauf.<\/p>\n<p>Bei den Balkanv\u00f6lkern setzte sich im Laufe der Zeit ein weiterer S\u00e4beltyp durch. Es ist dies der &#8222;Handschar&#8220;, auch &#8222;Jatagan&#8220; genannt. Sein auffallender Griff hat dunkle Horn- oder Knochenschalen die sich am oberen Ende zu &#8222;Ohren&#8220; verbreitern. Seine Klingenf\u00fchrung weist eine leichte Wellenform auf.<\/p>\n<p>In der \u00f6sterreichischen Armee war er vor allem bei den serbischen Freikorps in Verwendung. Zun\u00e4chst konnte sich der orientalische S\u00e4bel in unseren Breiten keine vorrangige Stellung unter den Blankwaffen erobern, da die schweren Reiter starke Plattenpanzerungen und widerstandsf\u00e4hige Helme trugen. Anders verhielt es sich in jenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, die in kriegerische Auseinandersetzungen mit V\u00f6lkern verwickelt waren, die schnelle Reitertruppen bevorzugten. Diesen, gleich einem Steppenwind angreifenden V\u00f6lkern, mu\u00dfte eine gleichwertige Truppe mit gleichwertiger Bewaffnung entgegengestellt werden. Als exemplarisch f\u00fcr diese Entwicklung kann die Tatsache angef\u00fchrt werden, da\u00df die Ungarn aufgrund der t\u00fcrkischen Expansion den S\u00e4bel als allgemeine Bewaffnung f\u00fcr ihre Husarenregimenter einf\u00fchrten.<\/p>\n<p>Mit den Husaren begann der Siegeszug des S\u00e4bels in allen europ\u00e4ischen Armeen. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die \u00f6sterreichische Armee mit einem einheitlichen S\u00e4beltyp bewaffnet. Auch die Offiziere trugen ab diesem Zeitpunkt anstatt des Degens nunmehr den S\u00e4bel. Die Weiterentwicklung des S\u00e4bels unterlag jedoch auch modischen Str\u00f6mungen.<\/p>\n<p>So verflachte sich die Biegung der Klinge bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts soweit, da\u00df man von einer beinahe geraden Klingenf\u00fchrung sprechen kann. Dies ist auch in urs\u00e4chlichem Zusammenhang mit der Entwicklung des S\u00e4bels hin zu einer reinen Kommandowaffe zu bewerten, da durch die Einf\u00fchrung des Seitengewehres (Bajonettes) jeder Infanterist ohnehin mit einer effizienten Hieb- und Stichwaffe ausgestattet war.<\/p>\n<p>Der nunmehr \u00fcber die Bundeskanzlei angebotene S\u00e4beltyp ist der Offizierss\u00e4bel der \u00f6sterreichischen Infanterie, Modell 1861. Die Klinge ist leicht gekr\u00fcmmt und auf beiden Seiten gekehlt. Sein Gef\u00e4\u00df besteht aus dem mit Leder \u00fcberzogenen Griffst\u00fcck, der Griffkappe, dem Vernietknauf, dem Griffb\u00fcgel, der Parierstange sowie dem Hinterarm der Parierstange mit zwei Schlitzen f\u00fcr den Faustriemen (Portepee). Die eiserne Scheide hat ein Ringband mit einer Trage\u00f6se sowie ein weiteres Ringband mit einem starren Tragering.<\/p>\n<p><em>Quelle: alte Hompage des Bundes der Tiroler Sch\u00fctzenkompanien, verfasst von LKdt.-Stv. Mjr. Stephan Zangerl<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der S\u00e4bel und seine Entstehung Der S\u00e4bel &#8211; zur Gruppe der Hieb\u2013 und Stichwaffen geh\u00f6rend \u2013 ist eine seit dem 15. Jahrhundert in Europa gebr\u00e4uchliche Blankwaffe. Urspr\u00fcnglich wurde er als Hiebmesser bezeichnet, sp\u00e4ter setzte sich die aus Frankreich stammende Bezeichnung &#8222;S\u00e4bel&#8220; allgemein durch. 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